Der Goldene Käfig |  Sonam Dolma Brauen

im offSPACE KUNSTgarten / 8. bis 10. September 2017 / Familiengartenareal Mutachstrasse, Bern

 

Als Kunst- und Zwischennutzungsprojekt ‘bespielen’ Künstler und Künstlerinnen verschiedener Kunstsparten mehrere Gartenparzellen des Familiengartenareals Mutachstrasse beim Loryplatz.

KUNSTgarten hat von Stadtgrün Bern die Brachen des Familiengartenareal kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Bis zur Realisierung eines Bauprojektes werden in Kooperation mit den noch aktiven Nutzer_innen und dem Quartier die brachliegenden Flächen des Familiengartens Mutachstrasse gestaltet, unterhalten und bespielt.

Sonam Dolma Brauen ist eine der Künstlerinnen, die sich für ein Schrebergarten-Kunstprojekt beworben und nach einem ersten Besuch mit viel Enthusiasmus ein Konzept entwickelt hatte:

„Als ich ‚mein’ Schrebergarten-Häuschen nach einer kurzen Abwesenheit wieder aufsuchte, war das Innere zerstört und bot ein enormes Chaos. Jemand hatte sich dort eingenistet. Wie sich später herausstellte ein sporadischer Benutzer, der sich sein kleines Paradies bauen wollte, was ich anfangs nicht tolerierte. Doch, so fragte ich mich: welches Recht habe ich ihm dieses Glücksgefühl zu verwehren? So entschieden wir, gemeinsam am ‚Projekt’ zu arbeiten: Er baut seinem Wunsch entsprechend die Hälfte des Gartens mit Gemüse an und schreibt im Häuschen auf Zetteln seine Gedanken und Gefühle auf. Ich verwandle das Äussere des Häuschens und den anderen Gartenteil in einen ‚Goldenen Käfig’ mit vielen roten Geranien und weissen Tulpen und eine Schweizer Fahne – während mein ‚Partner’ wünschte, tibetische Gebetsfahnen aufhängen zu dürfen. „Diese“, so meinte er „benötigst du nicht „du hast dies alles schon in dir…“.  Das Resultat des gemeinsamen Projekts ist bis zum Schluss offen, wir erleben immer wieder Neues, Unerwartetes… und lernen voneinander.“      Sonam Dolma Brauen

‚Der Goldene Käfig’ für dessen Herstellung 200 künstliche rote Geranienbüschel und 1300 künstliche weisse Tulpen verwendet wurden, ist ein Zusammenspiel zwischen der tibetischen Künstlerin und einem Schweizer, die beide eine gänzlich andere Sozialisation erlebt haben.

Freitag, 8. September bis Sonntag 10. September. Die Künstlerin Sonam Dolma Brauen (www.sonambrauen.net) ist jeweils von 16 bis 20 Uhr anwesend.

 

offSPACE KUNSTgarten Ecke Mutachstrasse-Schlossstrasse, Tram 7 und 8 bis Loryplatz

 

 

 

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transform (V6) aussstation im offSPACE KUNSTgarten

In seiner sechsten Ausgabe will das interdisziplinäre Projekt transform (V6) vor Ort mit den BewohnerInnen und PendlerInnen herausfinden, welche Kunst in das Quartier zwischen Lory- und Europaplatz passt.
transform V5 am Europaplatz
transform V5 am Europaplatz
2016/17 fragt sich transform gemeinsam mit der Bevölkerung des Quartiers Bern-Holligen und Kunstschaffenden aus allen Sparten, was Kunst im öffentlichen Raum soll und kann.
Hier unser erster neugieriger Fan
Hier unser erster neugieriger Fan
Der Pavillon im offSPCACE KUNSTgarten dient als transform-Freiluftbüro, Treffpunkt und sichtbare Präsenz. Über alles was im Quartier möglich und unmöglich ist, möchten wir hier ungeniert und fruchtbar nachdenken.
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transform (V6) zu Gast im Infopavillon offSPACE KUNSTgarten
Dringend gesucht sind Leute, die uns etwas über das Quartier erzählen, egal in welcher Sprache!

 

transform fragt in seiner sechsten Ausgabe gemeinsam mit der Bevölkerung des Quartiers Bern-Holligen und Kunstschaffenden aus allen Sparten, was Kunst im öffentlichen Raum kann,  soll und muss.

Welche Kunst entsteht hier vor Ort?
Wie kann sie sich sinnvoll einbringen?
Welche Kunst wählt das Quartier?
Und wer ist das Quartier?

Mehr Infos unter

Schlüsselblumen

 

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Schlüsselblumen I

 

Wegwarten

 

Bocksbart

Männertreu

Grosse Klette

Feigwurz

Nickender Milchstern

Guter Heinrich

 

Vergissmeinnicht

 

 

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Schlüsselblumen II

Holunder

 

Sternmiere

Nachtkerzen

Weise Melde

Echte Engelwurzeln

Tausendgüldenkraut

Goldmelisse

 

Meisterwurz

 

 

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Schlüsselblumen III

Hauswurz

 

Mauerpfeffer

Hartriegel

Sperrkraut

Steinbrech

Zaunwicke

Glockenblume

 

Polsternelke

©Katharina Wüthrich

 

Grüsse aus dem Comenius-Garten Berlin

Während meines Berlin Aufenthaltes habe ich im September 2016 den Lebensweg des Comenius-Gartens mit der Filmkamera abgelaufen. Es ist ein Ort, wo zahlreiche Kinder sich aus der Nachbarschaft zum Spielen aber auch zum Forschen einfinden. Durch den  Fernsehbeitrag „Das Paradies für Flüchtlingskinder steht in Neukölln“
(http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/comeniusgarten-berlin-neukoelln-100.html)
bin ich im Voraus auf diesen Garten gestossen. Ein Gespräch vor Ort mit Henning Vierck zeigte allerdings, dass die Publizität auch die Ruhe des Projektes gefährdet. Zudem meinte er, die Gentrifizierung von Neukölln verändere in drastischer Weise das Publikum des Gartens, es würden die Bürgerlichen und Kreativen in Neukölln einziehen.“…nicht die Gebraucher, sondern die Verbraucher.“
Kate Burgener – Atelier HS Frankfurterallee, Berlin

Der Comeniusgarten liegt in Berlin-Neukölln, im ehemaligen Böhmisch-Rixdorf. Er ist nach Comenius‘ Gesellschaftsvorstellung (1592–1670) als LEBENSWEG DURCH ACHT SCHULBEREICHE gestaltet. Am Zugang vom Karl-Marx-Platz steht ein Walnussbaum

Baum des Lebens
baum-des-lebens

Mit Eintritt in den umzäumten Garten beginnt die „gemeine Schule“.
Rosenhain
comeniusdenkmal

 Mosaisches Becken
mosaisches-becken

Arzneigärtlein
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Seelenparadies, die Laube
seelenparadies

Danach führt der Weg zum Latein- und Akademiebereich
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und am Ende des Gartens folgt das Auge Gottes
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Ausgangsbeschilderung an der Richardstrasse
eingangsschild

Der Lebensweg führt dann ins Böhmische Dorf als „Berufsschule“ und „Greisenschule“.
Der Lebensweg endet, über die Kirchhofstrasse, mit der Schule des Todes

Böhmischer Gottesacker
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Sein Ausgang ist am Karl-Marx-Platz.
(Ich habe ihn fast nicht gefunden)
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Videostills 2016

Der Lebensweg ist ein sich wiederholender Kreis, für Comenius selbstverständlich,
weil die erste und die letzte Schule den Menschen dauerhaft begleiten.

Textausschnitte aus
Der Comenius-Garten mit Lebensweg, Entwurf Cornelia Müller und Jan Wehberg, Wissenschaftliche Beratung Henning Vierck, 1987 ff